Junge Panke
Am 12. Dezember 1969 explodierte eine Bombe auf der Piazza Fontana in Mailand. Damals starben 17 Menschen, 88 weitere wurden schwer verletzt. Es war indes nur der Auftakt einer rechtsterroristischen Anschlagsserie in Italien, die in die Geschichte als strategia della tensione (Strategie der Spannung) eingehen sollte. Neofaschisten, wohl unter Beteiligung von Geheimdiensten, verübten im Rahmen dieser Strategie Anschläge, um die (radikale) Linke zu diffamieren.
Die geheimdienstlichen Verwicklungen rund um den NSU zeigen, dass damals wie heute Geheimdienste und ihre V-Männer oft nicht weit sind, wenn Neofaschisten sich bewaffnen und organisierten Terror ausüben.
Wir wollen uns an diesem Abend mit Referaten und dem Film 12 dicembre von Pier Paolo Pasolini diese Zeit in Italien ins Bewusstsein rufen. Der herätische Kommunist und Filmemacher Pasolini hatte schon 1971 mit diesem (weitgehend unbekannten) Film versucht, über das Attentat aufzuklären.
Einlass ab 18:00 Uhr, Beginn 19:00 Uhr
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem LAIKA-Verlag.
ReferentInnen: Dr. Frank Engster (Philosoph) und Cinzia Rivieri (Literaturwissenschaftlerin und Filmemacherin)
Moderation: Fabian Kunow
Die Junge Panke zeigte am 12. Dezember Pier Pasolinis Film "12 dicembre" verbunden mit einem Gespräch über die Geschichte des Rechtsterrorismus in Italien. Peter Nowak besuchte die Veranstaltung und schrieb darüber in Der Freitag Community.